Medien in EntwicklungsländernWir beschäftigen uns mit dem Thema Medien in Entwicklungsländern, weil wir der Meinung sind, dass zu diesem Themengebiet viel zu wenig Resonanz in der Gesellschaft vorhanden ist. Gibt es Medien in Entwicklungsländern? Kann man schon von einer Sozialisation von Medien in Entwicklungsländern sprechen? Gibt es Unterstützung im Bereich der Medienentwicklung bzw. Verbreitung in Entwicklungsländern? All diese Fragen haben uns interessiert und die Antworten die wir zu dem Thema gefunden haben waren nicht ausreichend um dieses genau zu thematisieren. Mit diesem Blog rufen wir somit auf, sich vermehrt in diesem Bereich der Medienentwicklung und Unterstützung in Entwicklungsländern zu beschäftigen, um eine Verbesserung auf diesem Gebiet zu erzielen.In Deutschland und in anderen Industriestaaten sind Medien, wie Fernsehen, Computer mit Internetzugang und Radio alltäglich. Durch all diese Medien wurde unser Leben enorm erleichtert und wir können uns nicht mehr vorstellen ohne diese „Lebenserleichternden Hilfsmittel“ zu leben. Doch man vergisst schnell, dass dieser technische Fortschritt noch nicht überall auf der Welt existiert. Das Thema Meidensozialisation in Entwicklungsländern wird kaum thematisiert. Aufgrund dessen wollen wir jetzt mit diesem Blog darauf Aufmerksam machen wie wichtig dieses Thema und die Unterstützung der Entwiklungsländer in diesem Bereich ist.In Deutschland geschah der Übergang von den Bild- Wort und Tonmedien in der 2. Häfte des 19. Jahrhunderts und ihre Weiterentwicklung in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts. Gegenwärtig befinden wir uns an einer erneuten medialen Epochenschwelle. Die mediale Leitform wird zunehmend der Computer werden, welcher die heutigen Kommunikationsprozesse und Informationsmedien prägt und weiter verändern wird. Das Internet ist der sichtbarste Ausdruck dieser Veränderung.Im Vergleich dazu gab es in den Entwicklungsländern in der zweiten Hälfte des 19 Jahrhunderts nur 5,2% der Menschen die über einen Telefonanschluss verfügten. In den Industriestaaten waren es zu der Zeit 52,3%. Des Weitern verfügten nur 0,7% der Menschen in den Entwicklungsländern über einen Computer, während es in den Industrieländern 8,2% waren. In Ballungsgebieten wie zum Beispiel New York und Tokio gibt es mehr Telefonanschlüsse, als in ganz Afrika.Beispiel Afrika:Fast alle wichtigen Persönlichkeiten in Afrika reden von den Möglichkeiten des Internet zur Verbesserung der Lebenssituation, doch gibt es kaum Forschung in Afrika über die Auswirkungen der Informationstechnik für die Entwicklung.Nach wie vor bleibt das Radio das wichtigste Massenkommunikationsmittel in Afrika. Das jedenfalls belegen die Zahlen der UNESCO von 2000:18 % besitzen ein Radio3,5 % haben einen Fernseherund nur 0,31 % besitzen einen PC.Doch 60 % der Bevölkerung werden durch das Radio erreicht.Wie sieht es mit der Verteilung der Telefonleitung in Afrika aus? 50 % der Leitungen befinden sich in den Hauptstädten, obwohl dort nur 10 % der Bevölkerung leben.90 % aller Telefonleitungen südlich der Sahara befinden sich zu dem in der Republik Südafrika. Anfang 1999 waren 47 von 53 afrikanische Länder im Internet. Die Nutzerzahl belief sich damals auf ca. eine Million, wobei mit 80 % Anteil auch hier die Republik Südafrika dominiert.Internet über Telefon ist nur bei einer guten Leitungsqualität möglich. Doch die gibt es in Afrika nicht.Durch die Entwicklung des Kommunikationssystems wird „(…)unsere Welt zu einem Dorf (…)“² wird immer gesagt. Diese Aussage ist aber falsch denn noch nicht alle Länder sind in dieses Kommunikationssystem etabliert, wie man an dem Beispiel Afrika sehen kann.Insgesamt sollte in dem Bereich der Medien dringend mehr Unterstützung gewährleistet werden, damit die Entwicklungsländern auch an den weltwirtschaftlichen Ereignissen teilhaben können und nicht weiterhin durch die Globalisierung von den anderen Ländern isoliert werden. Erst dann kann man wirklich sagen, dass die Welt durch diesen technischen Fortschritt zu einen Dorf geworden ist, indem politischer, kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Austausch ermöglicht wird. ² VENRO –Europaratskampagne, Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. „ Globalisierung ohne Armut! Armut macht uns alle ärmer!“ Bielefeld, August 1999
Exzessiver Alkoholkonsum kann zu Depressionen und Angstzuständen führen, Kinder- und Jugendpsychiater in Deutschland diagnostizieren diese Krankheiten seit ein paar Jahren auch verstärkt bei den jüngsten in unserer Gesellschaft. Trotz verschärfter Kontrollen ist Alkohol für Jugendliche weiterhin verfügbar. Aber was bringt Jugendliche zum Alkohol? Welche Rolle spielen Erwachsene dabei als Vorbilder?Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung hat in diesem Zusammenhang im Jahr 2008 eine Studie über den Einfluss von Alkoholwerbung auf Jugendliche erstellt. Unterstützt und gefördert wurde das Institut dabei von der Deutschen Angestellten Krankenkasse, die als Krankenversicherung durchaus ein gesteigertes Interesse an dem Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen hat.In der Studie wurde die Wirkung der Werbebotschaften diverser Alkoholhersteller, u.a. Beck´s, Wodka Gorbatschow und Krombacher, auf Jugendliche untersucht. Weiterhin sollte ermittelt werden ob ein Zusammenhang zwischen dieser Werbung und dem frühzeitigen Beginn des Alkoholkonsums bei Minderjährigen besteht. In dieser Untersuchung wurde ebenfalls das konkrete Trinkverhalten der Jugendlichen erfragt um einen repräsentativen Überblick über das Ausmaß des Alkoholkonsums der Zielgruppe zu bekommen.Für die Forschung wurden in Hamburg, Schleswig Holstein und Brandenburg Schüler der Jahrgangsstufen 6-8 aus 29 Schulen zu ihrer Situation befragt. Dabei haben 3416 Schüler zwischen 10 und 15 Jahren den anonymen Fragebogen während der Schulzeit ausgefüllt und offenherzig Stellung zu Ihrem aktuellen bzw. bisherigen Alkoholverhalten bezogen.Das Werbematerial auf den Fragebögen, sowohl Plakate als auch Standbilder aus der Fernsehwerbung, wurde von Markennamen befreit und unkenntlich gemacht. Trotz dessen erkannte ein Großteil der Jugendlichen auf Anhieb um welches Getränk es sich handelte, die Jungen souveräner als die Mädchen. Die Abbildungen von Krombacher, Jever und vor allem Jägermeister waren dabei die bekanntesten Marken. Lediglich ein Anteil von 1,5 % der Befragten gab an, noch nie bewusst eine Alkoholwerbung wahrgenommen zu haben, der Großteil dieser Gruppe hatte bis zur Umfrage auch keinen Umgang mit Bier und anderen alkoholischen Spirituosen. Die Forscher nehmen daher an, es wäre fast unmöglich nicht in Kontakt mit Alkoholwerbung zu kommen.58 % der befragten Schüler verrieten bei der Befragung, bereits Alkohol konsumiert zu haben, in der Regel wohl im Beisein der Eltern, weiterhin ist es eine Gruppe von etwa einem Viertel der Jugendlichen die Alkohol ohne die Einwilligung der Eltern genießt.Von den Befragten gelten 30 % als aktuelle Alkoholkonsumenten, 113 Schüler gestanden ein, mindestens einmal die Woche zu trinken, bei den 10- bis 12 Jährigen waren es noch ein Drittel. 560 Schüler berichteten davon, bereits mehr als fünf alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit getrunken zu haben, die Forscher bezeichnen dieses Verhalten als „Binge Drinking“ , was wohl mit einem Rauschtrinken beschrieben werden kann. Jungen konsumieren mehr und häufiger, in der Gruppe der Über-13 Jährigen trifft dieses aber mit Ausnahme auf das „Binge Drinking“ nicht mehr zu, der Geschlechterunterschied beim Trinkverhalten spielt mit steigendem Alter eine untergeordnete Rolle.Die Studie zeigt nach der Auswertung der Daten, dass die Konsum-wahrscheinlichkeit mit steigendem Werbekontakt zunimmt. Jungen sind dabei anfälliger für die Werbung der Alkoholhersteller, versetzen sich auch öfter in einen Rauschzustand, trinken „auf Risiko“, was aber durch den erhöhten Werbekontakt erklärt wird. Je höher also der Kontakt mit Alkohol-werbung, so will die Studie bewiesen haben, desto größer sei die Wahrschein-lichkeit des eigenen Konsums. Durch den Einfluss von Werbung verdoppelt sich die Anzahl der Jugendlichen die Trinken, im Verhältnis zu denen die kaum Werbung wahrnehmen bzw. davon beeinflusst werden.Unserer Meinung nach hat jede Form von Werbung bewusst oder unbewusst einen Einfluss auf das Konsum- und Kaufverhalten von Jugendlichen, Alkoholhersteller setzen daher bewusst Werbung ein um Jugendliche zu erreichen.. Dabei spielt die suggerierte „Coolness“, die sich beim Konsum von Alkohol einstellen soll eine große Rolle und ist möglicherweise ein Grund für den Griff zur Flasche. Die Verantwortung im Umgang mit Alkohol liegt allerdings immer noch in der Hand der Erziehenden. Die Eltern sind für die Entwicklung ihrer Kinder zuständig und sollten ihren Zöglingen zu einer Kompetenz im Umgang mit Drogen und der Interpretation von Werbung generell verhelfen, zu oft allerdings sind sie selbst schlechte Vorbilder.Über ein Verbot von Alkoholwerbung sollte kritisch diskutiert werden, gesellschaftliche Ursachen bleiben allerdings die Hauptursache für jugendlichen Alkoholkonsum.Quellen:http://www.ift-nord.de/http://www.dak.de/Bearbeitet von Anna und Karsten